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Altana – ein weltweiter Marktführer für Spezialchemie aus Wesel

Die Produkte von Altana begegnen uns jeden Tag irgendwo, ohne dass wir es wissen: in Metallic-Autolacken, Handydisplays, Rasierapparaten, allen möglichen Elektromotoren, Kaffeekapseln oder Kronkorken, aber auch in Lippenstiften  – überall werden Produkte von Altana hinzugefügt. Die Erfolgsgeschichte des Unternehmens in Wesel ist bereits über 50 Jahre alt – und trotzdem immer noch erklärungsbedürftig. Altana ist in seinen Segmenten der Spezialchemie Weltmarktführer, Hochleistungsdrahtlacke von Altana haben 1997 bereits den Mars erobert. Während der Pathfinder Mars-Mission läuft das kleine Sojourner-Mobil mit Drahtlack-Beschichtungen von Elantas, einem Geschäftsbereich von Altana.

An der Abelstraße in Wesel steht ein großes modernes Bürogebäude mit dem Altana-Schriftzug. Drum herum sind Produktionsanlagen des Geschäftsbereichs BYK angesiedelt. Und diese erinnern noch nicht einmal an große chemische Industrieparks. Denn die Produkte, die in Wesel hergestellt werden, sind hochwertig,  werden aber lediglich in homöopathischen Dosen den Lacken oder anderen Trägermaterialien hinzugefügt. Überall, wo Hersteller zum Beispiel Wert auf glatte Oberflächen, gute Haftung, einen brillanten Farbton oder  bestimmte mechanische Eigenschaften legen, kommen die Zusatzstoffe von Altana ins Spiel. Sie haben oft gerade einmal einen Anteil von 0,1 bis 0,5 Prozent vom fertigen Produkt, tragen aber entscheidend zu Qualität und Aussehen bei. Produkte von ALTANA finden sich weltweit in fast allen Lacken, in Druckfarben, Isoliermaterialien und Verpackungen. Die Kunden suchen kein chemisches Produkt, sondern eine Lösung für ihr Problem, etwa Blasen- oder Schaumbildung in der Herstellung. Altana versteht es, sich ständig neu zu erfinden. Innovation und Service ist die Basis des Erfolges. Sechs Prozent des Umsatzes werden in Forschung und Entwicklung gesteckt, das ist weit mehr als der Durchschnitt der chemischen Industrie. Von den weltweit über 6000 Mitarbeitern bei Altana arbeiten rund 1000 im Labor, sie sind hochspezialisiert und müssen neben dem chemischen Wissen auch das technische Anwendungs-Know-how der Kunden haben, um deren Probleme zu verstehen und lösen zu können. Der Aufwand geht auf. Der Umsatz wuchs 2014 um 11 Prozent auf rund 2 Milliarden Euro an . Altana gehört schon seit vielen Jahren nicht nur zu den innovativsten, sondern auch wachstums- und ertragsstärksten Chemieunternehmen weltweit.

Altana, Byk, Additive? Sicherlich nicht zum ersten Mal, aber trotzdem freundlich und auch durchaus stolz, erklärt Dr. Matthias L. Wolfgruber, Vorstandsvorsitzender von Altana, beim Blick aus seinem Büro die Zusammenhänge. Die erste Ansiedlung in Wesel stammt aus dem Jahr 1962. Das Chemie-Unternehmen Byk-Gulden gründete das Zweigwerk Wesel, heute Hauptsitz der Altana AG und ihrer Geschäftsbereiche Byk, Elantas und Actega sowie weltweit größter Produktions- und Forschungsstandort für Byk Additive. Byk-Gulden stellte schon damals Additive für die Lackindustrie her, und so plante das Unternehmen einen Standort in der Nähe wichtiger Kunden, die vor allem im Ruhrgebiet und in Wuppertal angesiedelt waren. Das Unternehmen suchte in der gesamten Region – die Stadt Wesel reagierte sofort und konnte ein passendes Grundstück zu besten Konditionen anbieten. So begann am Niederrhein eine Erfolgsgeschichte, die sich bis heute fortsetzt.

Die Wurzeln dieser chemischen Produktion reichen ins Jahr 1873 zurück. In den Gründerjahren des Kaiserreiches baute der Chemiker Dr. Heinrich Byk in Oranienburg bei Berlin ein chemisches Unternehmen auf. 1917 fusionierte das Unternehmen mit den Leipziger Farbwerken Paul Gulden & Co. 1931 erfolgt die Übernahme von Ernst Lomberg – Photochemische Produkte. Die Additive, die seit 1935 in diesem Unternehmen entwickelt wurden, werden teilweise noch bis heute in Wesel bei Byk Additives & Instruments produziert.

1941 übernimmt Dr. Günther Quandt die Aktienmehrheit von Byk-Gulden Lomberg. Quandt ist Vorstandsvorsitzender der AFA (Akkumulatoren-Fabrik AG), die 1962 in Varta AG umbenannt wird. Während des Krieges werden wichtige Dokumente und Rezepturen in einem Tresor der Deutschen Bank in Konstanz deponiert. Nach Kriegsende startet Byk-Gulden in Konstanz einen Neuanfang. Erst mit dem Zweigwerk kommt Wesel 1962 ins Spiel. 1977 wird die Varta AG in drei Unternehmen aufgeteilt, eines davon ist die heutige Altana AG. 2007 verkauft Altana sein Pharma-Geschäft und definiert sich als reines Spezialchemie-Unternehmen mit den vier Geschäftsbereichen BYK Additives & Instruments, Eckart Effect Pigments, Elantas Electrical Insulation und Actega Coatings & Sealants. Der einstige Mischkonzern, dessen Hauptumsatzbringer das Magen-Medikament Pantoprazol war, entwickelt heute fokussiert Spezialchemielösungen für unterschiedlichste Branchen wie zum Beispiel die Lack- und Kunststoffindustrie, die elektrische und elektronische oder die Graphische Industrie. 2010 übernimmt die Hauptaktionärin Susanne Klatten mit ihrer SKion GmbH das Unternehmen ganz. Damit wird Altana zu einem Privatunternehmen, nach 33 Jahren endet die Börsennotierung. Die langfristige Orientierung des Unternehmens wird damit noch einmal gestärkt.

Das Unternehmen steht heute mit einer starken Bilanz glänzend da. Es hat kaum Verbindlichkeiten und kann in Ruhe und dennoch flexibel und schnell agieren. 86 Prozent des Umsatzes werden außerhalb von Deutschland erzielt, weltweit verfügt die Altana Gruppe über 49 Produktionsstätten und 50 Service- und Laborstandorte. Altana investiert mit sechs Prozent vom Umsatz deutlich mehr als andere Unternehmen in Forschung und Entwicklung. Mutige, innovative Wege geht Altana aber auch im Management. Ende 2012 wechselten alle vier Geschäftsbereichsleiter zeitgleich ihre Positionen – was zu vielen neuen Ideen und Perspektiven im gesamten Unternehmen führte. In den letzten zehn Jahren wurden etwa 200 Mio. Euro allein am Standort Wesel in Gebäude, Anlagen und Labors investiert. Und der Standort wächst weiter. Auch wenn das weltweit tätige Unternehmen dezentrale Strukturen hat und immer in der Nähe der Kunden agiert, schlägt das Herz der Altana in Wesel. Das neu errichtete Verwaltungsgebäude mit dem beeindruckenden Plaza-Foyer (Architekt Arndt Brüning von Brüning Rein und Partner in Essen) empfängt permanent Gäste aus aller Welt. Das Haus kann intensiv genutzt werden und verkraftet Konferenzen mit bis zu 300 Teilnehmern. Die Mitarbeiter kommen aus der ganzen Region, aus Münster, den Niederlanden, vom Niederrhein, aus Düsseldorf oder Essen. Und über den Flughafen Düsseldorf sind schnell die Kunden in aller Welt oder die anderen Standorte der Unternehmensgruppe in Europa, Asien und Amerika erreicht.

 

Altana AG
Abelstraße 43
46483 Wesel


Tel. 0281 670-8
Fax 0281 670-10999

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