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Mit ATR-Steuerungstechnik läuft’s

Wenn sich die Windkraftanlage dreht, die Parkhausschranke nach oben geht, das Gepäckband auf dem Flughafen läuft, die Tiefkühltruhe im Supermarkt richtig temperiert ist  – das alles sind längst im Alltag selbstverständlich erlebte technische Leistungen, die elektrisch gesteuert werden, ohne dass man diese Elemente direkt sehen kann. Die ATR Industrie-Elektronik GmbH ist Spezialist für solche Steuerungsanlagen - ob verborgen in Schaltschränken oder direkt als Regelungstechnik in die Geräte eingebaut. Timo Amels, Managing Director von ATR in Krefeld, fasst das Tätigkeitsfeld seines Unternehmens knapp in drei Begriffen zusammen: „Wir vernetzen, steuern, regeln“. Und das verbirgt sich auch hinter dem Firmennamen ATR: Er steht für Antriebs- und Regeltechnik. In der 3200 qm großen Halle und den Büros an der Siempelkampstraße arbeiten bis zu 70 Mitarbeiter an den Schaltschränken, bis zu 300 Meter auf einmal. Im Jahr entstehen so Schaltschränke, die nebeneinander gestellt, eine circa sechseinhalb Kilometer lange Strecke ergäben. Und als Krefelder weiß man, dass man dafür den Ostwall dreimal rauf und runter gehen müsste. In Deutschland gehört ATR zu der Spitzengruppe der größten Schaltschrankbauer. 

Von außen gesehen sind diese Schaltschränke „graue Mäuse“. Doch das Innenleben ist hier das Entscheidende. Da kommt es auf exakte, saubere Arbeit und hundertprozentige Qualitätsprüfung an. Bei aller Masse sind diese technisch komplexen Anlagen im Grunde genommen Unikate, die genau nach den Plänen der Kunden zusammengebaut werden. ATR hat keine eigene Entwicklungsabteilung, sondern arbeitet mit den Konstrukteuren der Kunden zusammen. Für viele Unternehmen hat das den Charme, dass das Know-how im eigenen Umfeld bleibt und ihre Entwicklungsabteilungen sichert. Die qualifizierte Lohnfertigung ohne eigenes Engineering ist das Erfolgsgeheimnis dieses Krefelder Unternehmens.

Die Anfänge von ATR liegen jedoch 22 Kilometer weiter westlich: Dipl.-Ing. Peter Siemes gründete das Unternehmen 1970 in Viersen-Dülken, quasi in seinem Wohnhaus. Das Familienunternehmen wuchs beständig von Anbau zu Anbau, übersiedelte dann in eine Halle im Gewerbegebiet Mackenstein. Auch schon damals arbeitete das Unternehmen mit der weltweit agierenden Siempelkamp-Gruppe zusammen. Seit 1988 ist ATR ein Siempelkamp-Unternehmen für die Fertigung von Schaltanlagen sowie für die Entwicklung und Produktion von Mess- und Regel-Elektronik. 2006 zog sich die Gründerfamilie ganz aus dem Unternehmen zurück, 2007 übersiedelte ATR nach Krefeld auf das Gelände von Siempelkamp.

Doch wie macht man auf graue Schaltschränke und kleinteilige Regelungstechnik aufmerksam? Gute Arbeit, der entsprechende Erfolg und die Zufriedenheit der Kunden sind das eine. Trotzdem entschied man sich bei ATR für einen ganz anderen Auftritt. Das Kinderporträt auf den Packungen von Brandt Zwieback spielte den Paten. Zur neuen Botschafterin von ATR wurde ein aufgewecktes rotblondes Mädchen mit blauen Augen. Verschmitzt herausfordernd schaut es den Besucher der Homepage an, es fährt auf jedem ATR-Fahrzeug durch Stadt und Land. Erst recht auf Messen ist es inmitten der nüchternen technischen Umgebung ein aufmerksamkeitsstarker Anziehungspunkt. „Das Mädchen passt zwar nicht zum Produkt, hat aber einen extrem hohen Wiedererkennungswert“, sagt Stefani Bovie, Leiterin der kaufmännischen Abwicklung und Logistik. „Und es ist weder meine Tochter, noch die des Gründers“, fügt Geschäftsführer Timo Amels lächelnd hinzu. Firmenintern wurde das Werbe-Mädchen Amélie getauft.

Ein bisschen Emotion darf auch bei technischen Produkten sein. Rund 28 Millionen Euro Umsatz macht ATR mit der unscheinbaren Technik. Ein nicht unerheblicher Anteil davon entfällt auf die Steuerungsteile von Kühltheken in Supermärkten. Der Auftraggeber, ein internationaler Kältetechnikspezialist,  exportiert Kühl- und Tiefkühlmöbel in viele Herren Länder. Nicht nur in Europa sind sie in den meisten Supermärkten zu finden. Bis nach Dubai und Abu Dhabi werden sie ausgeliefert.

Durch das hohe Auftragsvolumen erzielt die ATR gute Konditionen bei der Materialbeschaffung, wodurch die Produktion im Hochlohnland Deutschland konkurrenzfähig bleibt.

Und da Ingenieure gerne die Möglichkeit einer persönlichen Begutachtung nutzen, ist der Standort Krefeld für deutsche und westeuropäische Maschinenbauunternehmen ideal. Am grenznahen Niederrhein spielen ja auch die Kundenbeziehungen zu den Niederlanden, Belgien und Frankreich eine strategische Rolle. Am Standort Niederrhein schätzt ATR aber nicht nur die geografische Lage, sondern auch den großen Arbeitsmarkt mit gut ausgebildeten Fachkräften sowie die schnellen Verbindungen der gut ausgebauten Verkehrsinfrastruktur.

Auszubildende haben bei der ATR die Möglichkeit, den Beruf des Elektronikers für Betriebselektrik zu erlernen. Gern setzt man hier auf Bewerber des ländlichen Krefelder Umfeldes, die meistens eine positive und gesunde Arbeits-Einstellung mitbringen. Der Krefelder Diplom-Kaufmann Timo Amels, der in Aachen und Florenz studierte und auch in Paris arbeitete, schätzt am Niederrhein das gute Verhältnis aus industrieller Infrastruktur und Freizeitangeboten.

 

ATR Industrie-Elektronik GmbH
Ein Unternehmen der Siempelkamp Maschinen- und Anlagenbau-Gruppe
Siempelkampstraße 50
47803 Krefeld

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