Agrobusiness




Bauern meet Business
Süßes Leben am Niederrhein: mit Balisto-Riegeln von Mars aus Viersen, mit Keksen der Prinzenrolle aus Kempen, mit Lakritzen von Katjes aus Emmerich. Doch auch: Gib ihm Saures! Mit Gurken von Kühne aus Straelen oder Sauerkraut von Leuchtenberg aus Neuss.
Und natürlich dazwischen: Spargel aus Walbeck (und vielen anderen Orten), Salate, Tomaten, knackige Äpfel und der Kappes (vor allem aus Kempen). Es wächst vieles zwischen Himmel und Erde am Niederrhein.
Die Böden sind gut, doch wird nachgeholfen durch riesige Flächen unter Glas, damit das Klima für das Pflanzenwachstum auch dann stimmt, wenn Wolken übers Land ziehen. Am Niederrhein gibt es rund 6.500 Gartenbaubetriebe, die für 47 Prozent der Gemüse- und für 67 Prozent der Zierpflanzenproduktion in Nordrhein-Westfalen stehen.
Mit der Landgard e.G. in Straelen gibt es eine der schlagkräftigsten Vermarktungseinrichtungen, die über eigene Niederlassungen in zahlreichen Bundesländern verfügt. Nach mehreren Fusionen ist sie der größte Vermarkter von Zierpflanzen (Topfpflanzen, Schnittblumen), Gemüse und Obst sowie Gärtner- und Floristenbedarf in Deutschland. Die Produkte von insgesamt 4.000 anliefernden Gartenbaubetrieben werden nur an Groß- und Einzelhandelskunden über Abholmärkte, den eigenen Vertrieb und über Versteigerungen in Geldern-Lüllingen, Straelen-Herongen und Roisdorf (bei Bonn) vermarktet.
Obst und Gemüse vom Niederrhein werden zudem täglich von Kempen aus in über 100 Kühlwagen der Absatzzentrale GmbH distribuiert. Was den Niederrhein nicht frisch verlässt, wird tiefgekühlt frisch gehalten oder in vielfältiger Art an Ort und Stelle verarbeitet zu Konserven, Obstsäften oder auch Pommes frites.
Agrobusiness/Food ist am Niederrhein also mit der gesamten Wertschöpfungskette vertreten. Hinzu kommen technische Zulieferer und der Landmaschinenbau. Das Ernährungsgewerbe hatte, wie die Konzentration von Mehl- und Ölmühlen in Neuss zeigt, von Alters her schon immer eine große Bedeutung. So nimmt es nicht wunder, dass sich im Vergleich zu anderen Wirtschaftsregionen am Niederrhein die meisten Betriebe des Ernährungsgewerbes befinden. Rund 10,5 Prozent der Beschäftigten des verarbeitenden Gewerbes sind im Bereich Nahrungsmittelproduktion tätig. Dazu gehören natürlich auch einige bundesweit bekannte Brauereien, die zwar Hopfen- und Malz importieren müssen, aber mit dem guten niederrheinischen Wasser jährlich einige Millionen Hektoliter Alt und Pils herstellen. Und vom Niederrhein kommt „der Underberg“, Synonym für den Magenbitter schlechthin.
Zahlreiche Forschungs-, Beratungs- und Qualifizierungseinrichtungen sorgen dafür, dass die Unternehmen neueste Erkenntnisse unmittelbar nutzen und umsetzen. Dazu zählen die niederländische Universität Wageningen, die auf landbau- und weltwissenschaftliche Forschung spezialisiert ist und das Wissenschaftsareal „Food Valley“ mit Dienstleitungen für die Lebensmittelbranche bietet; die Fachschule für Agrarwirtschaft in Kleve mit dem Fachbereich „Ökologischer Landbau“; die Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach mit dem Fachbereich „Ökotrophologie“, die Deula in Kempen mit Kursen für Schlepperfahrer ebenso wie für Greenkeeper oder das Gartenbauzentrum Straelen der NRW-Landwirtschaftskammer.
Mit diesem geballten Know-how im Rücken hat die Ernährungsbranche am Niederrhein einen Kompetenzvorsprung, der ihre Marktanteile sichert und in die Zukunft weist. Der Niederrhein wird sich bis 2018 zu einer der wettbewerbsfähigsten und entlang der gesamten Wertschöpfungskette innovativsten Agrobusiness/Food-Regionen Europas entwickeln. Da sind selbstverständlich auch die benachbarten Niederländer mit ihrem Greenport mit von der Partie, damit beide gemeinsam auch künftig Europas Gemüsegarten, Obsthandlung und Blumengarten bleiben.
In guter Gesellschaft
- Bofrost
- Bolten
- Diebels
- Griesson & de Beukelaer
- Kaisers’s
- Kamps
- Katjes
- Königshofer
- Krings Fruchtsaft
- Kühne
- Leuchtenberg
- Mars
- Oettinger
- Sauels
- Sels
- Thomy
- Thywissen
- Underberg
- Werhahn
Initiativen
Agrobusiness Niederrhein ist ein Zusammenschluss von fast 50 Unternehmen, Kommunen, Kammern, Verbänden und Wirtschaftsförderungseinrichtungen. Dieses Netzwerk fördert die wirtschaftlichen Perspektiven und Absatzchancen der Unternehmen in der Agrobusiness-Region Niederrhein. Durch den Aufbau eines professionellen Netzwerkes und Initiierung innovativer Projekte wird sich der Niederrhein zu einer Kompetenzregion im Agrobusiness entwickeln. Die vorhandenen Stärken werden durch Informations- und Erfahrungsaustausch sowie projektbezogene Zusammenarbeit ausgebaut. Agrobusiness/Food umfasst die gesamte Wertschöpfungskette von Landwirtschaft und Gartenbau und schließt damit alle vor- und nachgelagerten Unternehmen ein.
Food City Neuss sieht sich als Zentrum der Ernährungswirtschaft in Neuss, das bestehenden Unternehmen mit Rat und Tat zur Seite steht und neuen Unternehmen einen besonderen Anreiz für die Ansiedlung bietet.
Aktionsbündnis Direkt- und Regionalvermarktung im Kreis Wesel und im Kreis Kleve will die den Kauf regionaler Produkte durch eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit unterstützen.
Weitere Links
- Hochschule Niederrhein
- Fachschule für Agrarwirtschaft
- Universität Wageningen (NL)
- Agrobusiness Niederrhein
- Aktionsbündnis Direkt- und Regionalvermarktung
- Food-City Neuss
Ansprechpartner
Bertram Gaiser
Geschäftsführer
Standort Niederrhein GmbH
02131 / 92 68 592
gaiser@standort-niederrhein.de
