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Duale Ausbildung ein Schlüssel zum Erfolg

Mönchengladbach. „die duale Ausbildung ist ein wichtiger Baustein, um erfolgreich in das Berufsleben zu starten“, sagt Angela Schoofs, Leiterin der Agentur für Arbeit Mönchengladbach. „Das abgelaufene Berichtsjahr zeigt, dass wir mit unseren intensiven Beratungen sowohl bei den Jugendlichen, aber auch vor allem bei den Unternehmen erfolgreich sind, denn die heimischen Unternehmen haben uns erneut mehr freie Ausbildungsstellen gemeldet und zeigen damit, dass sie dem eigenen Nachwuchs vertrauen und die Ausbildung im eigenen Haus im besonderen Fokus steht.“

Insgesamt 3.827 Berufsausbildungsstellen warb der gemeinsame Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Mönchengladbach und der Jobcenter Mönchengladbach und Rhein-Kreis Neuss im Berichtsjahr 2016/2017 ein. Das sind 125 mehr als im Jahr zuvor (2015/2016: 3.702).

In der Stadt Mönchengladbach stieg die Zahl der gemeldeten Ausbildungsplätze um 13 auf 1.597 (2015/2016: 1.584); im Rhein-Kreis Neuss stieg der Zahl der Berufsausbildungsstellen um 112 auf 2.230 (2015/2016: 2.118). „Unser Dank gilt den heimischen Betrieben für ihre ungebrochene Bereitschaft, Zeit und Geld in den Nachwuchs zu investieren und auszubilden. Das garantiert nicht nur ihre eigene betriebliche Zukunft, sondern ermöglicht den jungen Menschen einen gelingenden Einstieg in die Berufs- und Arbeitswelt. Die Betriebe, die bisher gar nicht oder wenig ausbilden, möchten wir dazu ermutigen, diesen Schritt zu gehen und Ausbildungsplätze anzubieten. Wir als Arbeitsagentur stehen ihnen dabei auch mit Rat und Tat zur Seite“, betont Angela Schoofs. 

Über die Agentur für Arbeit Mönchengladbach suchten 5.579 junge Männer und Frauen einen Ausbildungsplatz. Das sind 316 weniger als im Jahr zuvor (2015/2016: 5.895). In der Stadt Mönchengladbach stieg die Zahl um 44 im Vergleich zum Vorjahr auf 2.276 Bewerberinnen und Bewerber (2015/2016: 2.232). Im Rhein-Kreis Neuss sind es 3.303 Bewerberinnen und Bewerber, das sind 360 weniger als im Vorjahr (2015/2016: 3663). „Wir haben insgesamt mehr Ausbildungsstellen, dafür in diesem Jahr weniger Bewerberinnen und Bewerber. Deshalb werden wir in diesem Jahr unsere Beratungen vor allem auch in den Schulen weiter ausbauen und verstärken“, sagt Angela Schoofs. „Überdies setzen wir auch unser Engagement außerhalb der Schulen fort, um beispielsweise in Einkaufszentren noch mehr Präsenz zu zeigen, um die jungen Menschen und auch ihre Eltern dort abzuholen, wo sie auch in der Freizeit sind.“

Unterschiedliche Formate für die Zielgruppe

Nicht nur durch die allgemeine und individuelle Beratung in den Schulen kümmert sich die Arbeitsagentur um die Jugendlichen, sondern sie bietet ihnen weitere Formate an, damit alle jungen Menschen sich die Informationen holen können, die sie benötigen. Die großen Berufsorientierungsmessen und -tagen wie „Beruf Konkret“ und „Check In“ in Neuss, Mönchengladbach und im Rhein-Kreis Neuss, die die Arbeitsagentur mitveranstaltet, bieten ein breites Spektrum an Ausbildungsberufen und Studiengängen. Spezielle Berufsorientierungen und Trainings im Bereich Banken, Logistik, Pflege, Textil und Handwerk runden das breite Angebot ab. In kleineren, speziell auf einzelne Berufsfelder ausgerichteten Seminaren und Workshops, die regelmäßig im BiZ der Arbeitsagentur stattfinden, gibt es ebenfalls handfeste Informationen und Tipps für die Jugendlichen. Darüber hinaus haben sich Speeddatings zwischen Unternehmen eines Berufszweiges und interessierten Bewerberinnen und Bewerbern sehr bewährt.

Die Berufsfelderkundungen ab Klasse 8 im Kontext des landesweiten Programms KAoA („Kein Anschluss ohne Abschluss“) stieß ebenfalls auf große Resonanz bei den Schülerinnen und Schülerinnen in der Arbeitsagentur. „Wenn die jungen Menschen dann zu uns in die Arbeitsagentur kommen, um sich von ihrem persönlichen Coach beraten zu lassen, ist das die logische Fortsetzung der Schulberatung, die so in die ganz konkrete Planung und Umsetzung des Berufsweges mündet. Gerade bei der Vielfalt und Menge der Informationswege, -kanäle und -angebote stellen wir vermehrt fest, dass die jungen Menschen einen neutralen Fachmann oder eine neutrale Fachfrau benötigen, um die individuell richtige Entscheidung für sich und ihr Berufsleben zu treffen“, betont Angela Schoofs.

Arbeitsagentur sorgt für gelingende Ausbildungsverhältnisse

3501 erfolgreich besetzte Ausbildungsstellen im Agenturbezirk bedeuten erneut einen Ausschöpfungsgrad von 92 Prozent. Es konnten 326 Berufsausbildungsstellen im Agenturbezirk nicht besetzt werden, das sind 85 mehr als im Jahr zuvor (2015/2016: 326). In der Stadt Mönchengladbach gibt es 107 unbesetzte Berufsausbildungsstellen, das sind 39 mehr als ein Jahr zuvor (2015/2016: 68. Im Rhein-Kreis Neuss liegt die Zahl bei 219, das sind 46 mehr (2015/2016: 173).

Die Zahl der nicht vermittelten Bewerberinnen und Bewerber ist um 1 auf 304 gestiegen (2015/2015: 304). In der Stadt Mönchengladbach stieg die Zahl der nicht vermittelten Bewerberinnen und Bewerber um 31, von 151 auf 182. Im Rhein-Kreis Neuss sank die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 30, von 152 auf 122.

Die Aufgaben für die Zukunft sieht die Leiterin der Arbeitsagentur Angela Schoofs auch weiterhin, allen jungen Menschen einen guten Einstieg ins Berufsleben zu verschaffen: „Ich bin fest davon überzeugt, dass die duale Ausbildung das Fundament für den beruflichen Erfolg von jungen Menschen ist und zugleich Erfolgsgarantie für die Betriebe, die ausbilden. Es muss uns gemeinsam gelingen, die Attraktivität der dualen Ausbildung zu verdeutlichen und mehr Menschen von der Qualität und der Zukunftssicherheit dieses Weges zu überzeugen.“

Mit Blick auf den demografischen Wandel und die Anforderungen an die künftigen Auszubildenden betonte Angela Schoofs: „Geben Sie der Vielfalt eine Chance, das gilt für Alter, Geschlecht, Noten, Biografie und Nationalität. Wir als Arbeitsagentur sind selbst Ausbildungsbetrieb und haben in den Reihen unseres eigenen Nachwuchses Studienabbrecher, Menschen mit Migrationshintergrund, Alleinerziehende, Erwachsene. Und damit haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht. Denn Noten und ein gradliniger Lebenslauf ohne Brüche sind nicht alles im Leben. Deshalb auch mein Appell an die Unternehmen: Geben Sie auch den vermeintlich schwächeren Jugendlichen oder jungen Menschen mit einem eher krummen Lebenslauf eine realistische Chance in Ihrem Hause.“

An die Arbeitgeber gewandt wiederholte Angela Schoofs das Angebot der Arbeitsagentur: „Nehmen Sie unsere Angebote in Anspruch, lassen Sie sich von unserem Arbeitgeber-Service beraten. Wir helfen Ihnen sehr gerne, die passenden Bewerber zu finden. Dazu müssen wir alle Bewerbergruppen anschauen: diejenigen, die Hilfe benötigen, ebenso wie die Abiturienten. Darum müssen die Betriebe ein hohes Interesse daran haben, dass ihre gesamte Ausbildungspalette transparent ist. Dafür stellt die Arbeitsagentur die Plattform zur Verfügung – die auch die Grundlage für den Ausbildungspakt ist – und wirbt mit ihrem gemeinsamen Arbeitgeber-Service dafür, dass die Wirtschaft jetzt alle Ausbildungsplätze meldet.“

Infos: Unternehmen, die einen freien Ausbildungsplatz haben, melden sich bitte bei ihrem Ansprechpartner im Arbeitgeber-Service, wählen die kostenfreie Servicenummer 0800 4 5555 20 oder schicken eine Mail an moenchengladbach.arbeitgeber@arbeitsagentur.de oder neuss.arbeitgeber@arbeitsagentur.de. Jugendliche, die einen Ausbildungsplatz suchen, vereinbaren bitte einen Termin bei der Berufsberatung unter der kostenfreie Servicenummer 0800 4 5555 00 oder kommen ins BiZ oder einfach in ihre Arbeitsagentur, um einen Termin zu vereinbaren.

 

Quelle: Agentur für Arbeit Mönchengladbach

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