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SAPPER in Kempen – die Watchdogs im Kampf gegen den weltweiten Terrorismus

Was hat der schöne Firmensitz von SAPPER, 1931 an historischer Stelle der Wehrmauer von Kempen  vom Architekten Hans Toboll im Bauhaus-Stil erbaut, mit Lockerbie, dem 11. September und den Sanktionen des Weltsicherheitsrates zum Schutz vor Menschenrechtsverletzungen zu tun? Sehr viel. Denn dort entwickeln und pflegen die Mitarbeiter jene Software-Programme, mit denen Kunden aus allen Branchen in Bruchteilen von Sekunden feststellen können, ob ihre in- und ausländischen Geschäftspartner auf einer der weltweiten Sanktionslisten stehen. Die Software von SAPPER ist in den Rechenzentren seiner internationalen Kunden rund um den Globus als Watchdog installiert, auch vollintegriert in Systemen von SAP oder kommt ganz modern aus der Cloud. Jedes Unternehmen muss, unabhängig davon, ob es Gummibärchen oder Panzer herstellt, ob es handelt oder Dienstleistungen erbringt, die zahlreichen gesetzlichen Compliance-Regelungen im Geschäftsverkehr beachten. Dieses gilt für weltweit operierende Konzerne sowie den Mittelstand gleichermaßen.

SAPPER ist auf diesem Gebiet in Deutschland führend. Die Programme berücksichtigen nicht nur EU-Vorschriften und US-Sanktionen, sondern nehmen alle verfügbaren Sanktionslisten weltweit auf. Das sind bereits über 100 Listen, und laufend kommen neue hinzu. Wer seine Geschäftsbeziehungen so überprüft, läuft nicht Gefahr, mit Gefängnis bestraft zu werden, teure Bußgelder zahlen zu müssen, seine Reputation zu beschädigen oder gar selber auf einer der schwarzen Listen zu landen. Auch deutsche Unternehmen müssen die amerikanischen Listen sicherheitshalber beachten – nicht nur wenn sie in den USA Niederlassungen besitzen. Besonders risikogefährdet sind Transporteure, Logistiker und Händler, die international für eine Vielzahl von  ständig wechselnden Kunden Dienstleistungen erbringen.

Alle Sanktionslisten zusammen werden rund 500 Mal im Jahr durch die Behörden geändert – Tendenz steigend. SAPPER garantiert seinen Kunden, immer auf dem neuesten Stand zu sein. Dabei geht es nicht mehr wie früher um Totalembargos gegen bestimmte Staaten, sondern um Einzelpersonen und Firmengeflechte, die u.a. in Terrorismus, Verbreitung von Kernwaffen, Drogengeschäfte oder Menschenrechtsverletzungen involviert sind. Diese mit „restriktiven Maßnahmen“ belegten Personen, wie es im EU-Jargon heißt, will man individuell gezielt und langfristig durch Einfrieren ihrer Gelder finanziell austrocknen sowie präventiv abschrecken. So hat auch das Office of Foreign Assets Control (OFAC) des US-Finanzministeriums im April 2013 eine neue Sanktionsliste mit russischen Funktionären, die am Tod des Wirtschaftsprüfers Sergei Magnitsky schuld sein sollen, veröffentlicht. Dieser hatte in Russland für eine US-Anwaltsfirma gearbeitet und nach eigenen Angaben einen Korruptionsskandal staatlicher Stellen aufgedeckt. Er wurde festgenommen und wegen angeblicher Steuervergehen beschuldigt. In einem Moskauer Gefängnis starb er unter nicht geklärten Umständen.

Gründer des Unternehmens ist der Wiener Hans Anton Sapper, der sich 1971 als Entrepreneur mit der damals noch jungen Marktforschung für den Handel mit dem SAPPER INSTITUT in Düsseldorf selbständig machte. Für den Einzelhandel untersuchte er, was ein Kunde erlebt, wenn er einen Laden betritt. Von der Analyse kam er folgerichtig immer mehr in das Training des Verkaufspersonals. Von Düsseldorf zog sein Unternehmen zunächst nach Wachtendonk in ein ehemaliges Klosterkrankenhaus, wo auf über 1100 qm Fläche Seminarräume entstanden. In den 1990er Jahren war SAPPER wiederum unter den Pionieren, die Computerprogramme mit Videorekordern koppelten. Die interaktiven Lernprogramme waren ein großer Erfolg. Nach der Wende wurde in den Unternehmen immer weniger für derartige Schulungen ausgegeben. Doch SAPPER war schon einen Schritt weiter. Die Firma, seit 1994 in Kempen ansässig, verlagerte sich auf Software-Programme für den Datenabgleich. Das begann schon in den 90er Jahren, doch richtig wichtig wurde das Thema nach den Anschlägen vom 11. September 2001. Durch die bereits vorhandene Technologiekompetenz erlebte das Unternehmen einen Schnellstart. Wobei die Anti-Terror-Listen nur die Spitze des Eisberges bei der sogenannten Sanktionslisten-Prüfung sind, wenn man die zahlreichen Embargos für Waffenhandel, Geld-Transfers und Öl-Transporte sowie die versuchte Kontrolle des Drogenhandels denkt. Die SAPPER E.C.S. (Export Control Solutions) entwickelt Workflow-Lösungen für die Exportkontrolle, um der zunehmenden Flut von etwa Ausfuhrbeschränkungen für Elektronik, Rüstungs- und Dual-Use-Gütern, Luxuswaren, Diamanten, Elfenbein, Tropenholz etc. Herr zu werden. Das Kerngeschäft für Software und Consulting für Global Trade Compliance ist ohne Frage ein Wachstumsmarkt. Schon heute ist SAPPER aus Kempen Marktführer für Compliance-Software in der Transportlogistik. 

Da es im weltweiten Handel immer um viel Geld geht, müssen die Watchdog-Programme nicht nur schnell und vollständig, sondern immer auf dem neuesten Stand sein. SAPPER stellt seinen Kunden eine Software zum Geschäftspartner-Screening zur Verfügung, die alle verfügbaren Listen automatisch aktualisiert. In dieser Marktnische ist SAPPER in der Kombination aus Geschwindigkeit, Treffsicherheit und minimaler Fehlalarmquote führend. Selbst wesentlich größere und bekanntere Software-Unternehmen kommen nicht an diese Werte heran. Heute werden von allen SAPPER-Kunden etwa 75 Millionen Adressen am Tag auf Compliance überprüft. Auch in anderen Bereichen liefert SAPPER neue, innovative Lösungen. Da zum Beispiel 60 Prozent der Luftfracht bei Passagierflügen transportiert wird, gerät die Sicherheitsfrage der Fracht immer stärker in den Fokus. In Deutschland gilt seit dem 29. April 2013 eine neue Vorschrift, nach der sichere Luftfracht nur noch von Unternehmen, die das vom Luftfahrtbundesamt (LBA) vergebene Sicherheitszertifikat des „bekannten Versenders“ vorweisen, ohne aufwendige Kontrolle weitertransportiert werden darf. Auch im Seeverkehr sind die Übersee-Container schon längst ein Sicherheitsthema. Die reibungslose und sichere Lieferkette ist ohne die Zertifizierung des eigenen Unternehmens zum „AEO – Authorized Economic Operator“ und zugehörigen Lösungen, wie SAPPER sie entwickelt, heute nicht mehr denkbar.

Hans Anton Sapper hat sein Unternehmen als „Hidden Champion“ am Niederrhein groß gemacht. Das Wachstum hat die Firma in Familienhand ohne Fremdkapital gestemmt. Als IT-Systemkauffrau arbeitet bereits seine Tochter Katharina im Unternehmen mit. Vor zwei Jahren hat der heute 68-jährige Firmeninhaber den Ingenieur Dr. Richard K. Arning ins Unternehmen geholt. Als Gesellschafter und Vorstandsmitglied koordiniert er die internationale Geschäftsentwicklung im Bereich von Softwarelösungen für Export Compliance, Risikomanagement und Frachtsicherheit. Arning arbeitete vorher bei EADS im Geschäftsfeld „Defense and Security“. Trotz des großen Erfolges parken keine dicken Autos vor dem Firmensitz. Die meisten Mitarbeiter wohnen ganz in der Nähe – und kommen mit dem Fahrrad zur Arbeit. Und wenn ein Kunde irgendwo auf der Welt besucht werden muss, ist der Düsseldorfer Flughafen ja in nur 27 Minuten zu erreichen.

 

SAPPER Aktiengesellschaft
Möhlenring 48
47906 Kempen

Tel.: 02152 - 95909-0
Fax: 02152 - 95909-199

vertrieb@sapper.de

www.sapper.de

 

Stand: Juli 2013