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Weltweit frische Luft vom Niederrhein

Wer sich im Internet über TROX informieren will, trifft auf viele technische Informationen. Die Marke "TROX Technik" und der Firmenslogan "The art of handling air" sind Programm. Das Unternehmen am Niederrhein ist führend in der Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb von Komponenten und Systemen für die Lüftungs- und Klimatechnik. In 2010 qualifizierte das "Manager Magazin" TROX als deutschen Weltmarktführer. Mit Platz 303 von 1.000 deutschen Weltmarktführern hat TROX im Bereich der technischen Gebäudeausrüstung eine herausragende Position.

Produkte von TROX werden überall in der Welt eingesetzt - die Referenzen des Unternehmens lesen sich wie das "Who is who" imposanter Bauwerke, wie zum Beispiel das Nationalstadion "Vogelnest" in Peking ebenso wie die Petronas Towers in Kuala-Lumpur, das Burj Al Arab in Dubai oder die Oper von Sydney. In Deutschland sind die Frauenkirche Dresden ebenso zu nennen wie der neue Hauptbahnhof in Berlin oder aktuell der Flughafen Berlin-Brandenburg und die Philharmonie Hamburg. TROX-Produkte sind also überall im Einsatz, wo es um optimale Lüftungs- und Klimatechnik geht.

Schrittmacher des Unternehmens ist die Forschung und Entwicklung. Hier fließen das weltweite Wissen und die Informationen über die klimatischen Anforderungen und die Kundenanforderungen ein. Etwa die Hälfte der F&E-Tätigkeiten dient der Entwicklung neuer Produkte, die andere Hälfte Modellversuchen, mit denen optimierte Systemlösungen für spezifische Kundenprojekte entwickelt werden. Ein ganz aktuelles Beispiel ist ein Krankenhaus in Spanien: hierfür wurden in einem 1:1-Modellraum Messungen und Optimierungen der Raumströmungen vorgenommen, die für das Wohlbefinden und die Genesung von Patienten sorgen. Weil Lüftungstechnik auch Auswirkungen auf die Akustik hat, stehen zwei technisch hochwertig ausgestattete Hallräume zur Verfügung. Diese sind mit ihrem Gewicht von 200 Tonnen auf Federn gelagert, um Verkehrserschütterungen auszuschalten. Ein weiteres Beispiel für die Bedeutung der Forschung und Entwicklung ist das im Oktober 2009 eröffnete "Internationale Center für Brandschutztechnik". Herzstück dort ist ein riesiger Brandprüfofen, in dem Brandschutz- und Entrauchungsklappen in verschiedenen Wand-Varianten und Einbausituationen getestet werden.

Geprägt von "Thinking ahead" oder wie der französische Romancier Victor Hugo, sieht Heinz Trox, der Sohn des Firmengründers, die Zukunft "als Chance für die Mutigen" an. Schon die Firmengründung 1951 war eine mutige Pioniertat: "1951 Lüftungsgitter zu bauen, war eine ausgesprochen kühne Idee meines Vaters," betont Heinz Trox. "Die Menschen wollten damals Wohnungen, Autos, Kühlschränke und schicke Kleider. Luftqualität war seinerzeit kein Thema. Im Gegenteil: Rauchende Schlote waren das Symbol für Beschäftigung und Wachstum."

Firmengründer Heinrich Trox hatte bereits im Alter von 30 Jahren Führungspositionen in der Großindustrie übernommen. Bis zum Kriegsende war er Vorstandsmitglied bei den Junkers Flugzeugwerken in Dessau. Nach dem zweiten Weltkrieg und dem einhergehenden Produktionsverbot für Flugzeuge führte es Heinrich Trox in die noch junge Lüftungs- und Klimabranche: Denn das Wissen um die aerodynamischen Gesetze und die Metallverarbeitung war hier von großem Nutzen. Während der Tätigkeit als Geschäftsführer eines deutschen Klimaanlagenbauers – damals wurden alle Komponenten für Lüftungs- und Klimaanlagen durch die Anlagenbauer selbst produziert – erkannte er die Marktchance in der spezialisierten Herstellung dieser Komponenten, wie beispielsweise Lüftungsgitter. Mit seinem Bruder Friedrich und sieben Mitarbeitern gründete er in einer 110 Quadratmeter großen Halle auf dem Grundstück seines Hauses in Neukirchen-Vluyn das Unternehmen Gebrüder TROX GmbH. Die Standortfrage wurde maßgeblich vom schulischen Bildungswunsch des Vaters für seine Söhne Klaus und Heinz geprägt. Das Neukirchen-Vluyner Julius-Stursberg-Gymnasium nahm nach dem Krieg 1945 als eines der ersten Gymnasien einen funktionierenden Schulbetrieb auf.

Den Erfolg des Unternehmens und darüber hinaus die Zukunft in der Tradition seines Vaters zu sichern, ist das Hauptanliegen von Heinz Trox, heute Hauptgesellschafter und Mitglied des Aufsichtsrates. Schon 1959 war er nach Maschinenbau- und Wirtschaftsstudium sowie mehrjährigen Auslandsaufenthalten in das Unternehmen eingetreten. Maßgeblich durch seine Erfahrungen geprägt, begann die Internationalisierung bereits in den 60-er Jahren, mit den Gründungen der Tochtergesellschaften in Großbritannien, Österreich, Italien und Frankreich. Konsequent wurde die globale Ausrichtung vorangetrieben. Beispiele: in den 70-er Jahren folgten Südafrika und Südamerika (Brasilien), in den 80-ern Hongkong und USA, 1994 Malaysia, 2000 Australien, 2001 China, 2006 Dubai, gefolgt von Indien und Mexiko in 2010.

Von der Unternehmenszentrale in Neukirchen-Vluyn aus werden die Fäden für die Aktivitäten auf fünf Kontinenten gezogen. TROX hat heute 25 Tochtergesellschaften und 13 Produktions-stätten in elf Ländern. 2010 erwirtschaftete das Unternehmen mit 3.200 Mitarbeitern weltweit über 350 Mio. EURO, in diesem Jahr sollen es 390 Mio. EURO werden. Für 2011 stehen weitere Innovationen ins Haus: die Entwicklung und Vermarktung von Klimazentralgeräten. Hierfür wird im Werk Anholt zurzeit die Produktionsfläche um 15.000 m² erweitert. Mit diesen Geräten kann der Kunde zukünftig "alles aus einer Hand" bekommen. Das Unternehmen bekennt sich mit der Investition von 20 Mio. EURO in den Standort zum Niederrhein. Insgesamt belaufen sich die Investitionen auf 50 Mio. EURO weltweit. Der Unternehmer hat eine Stiftung gegründet, die das Unternehmen in die Zukunft führen wird. Zusammen mit Udo Brinkmann und Prof. Dr.-Ing. Dirk Müller steht Lutz Reuter als Vorsitzender der Geschäftsführung heute an der Spitze des operativen Geschäfts.

Neukirchen-Vluyn bleibt so auf Dauer der weltweit wichtige Standort für innovative Lüftungs- und Klimatechnik. 150 Ingenieure arbeiten dort an Problemlösungen für morgen.

 

TROX GmbH

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