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Umfrage bei Krefelder Bürgern: Hohe Industrieakzeptanz

Krefeld. Die Mehrheit der Krefelder ist sich der großen Bedeutung der Industrie für die Stadt bewusst. Die Menschen wissen, dass das Produzierende Ge-werbe für Steuereinnahmen und krisensichere Arbeitsplätze sorgt. Gleich-zeitig haben die meisten Krefelder nur oberflächliches Wissen über die Industrie in ihrer Heimatstadt. Dies sind wesentliche Ergebnisse einer Be-völkerungsumfrage des NIERS-Instituts der Hochschule Niederrhein bei Krefelder Bürgern im Alter ab 16 Jahren. Die Initiative Zukunft durch In-dustrie Krefeld hatte die Umfrage in Auftrag gegeben. „Die Studie zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, denn die Krefelder stehen zu ihrer heimischen Industrie“, erklärt Detlev G. Moritz, einer der beiden Sprecher der Initiative und Geschäftsführer der GEMO GmbH & Co. KG. Sein Co-Sprecher Ralf Köpke, DGB, ergänzt: „Die Analyse zeigt uns aber auch, dass wir insbesondere jungen Leuten ‚Industrie‘ noch stärker erklären müssen.“ Enttäuscht zeigten sich beide Sprecher, dass die Bekanntheit der Krefelder Unternehmen und ihrer Produkte eher gering sei.

Die Ergebnisse im Einzelnen: 44 Prozent der Befragten halten Industriebe-triebe für sehr wichtig und beinahe ebenso viele für eher wichtig. Nur ein kleiner Teil der Befragten, knapp elf Prozent, hält Industrieunternehmen für weniger wichtig bis unwichtig. Bei den 16- bis 29-jährigen Bürgern sind die Zustimmungsraten allerdings geringer. „Dieser Aspekt zieht sich durch die gesamte Analyse durch. Die jüngeren Bürger sind gegenüber der Industrie etwas kritischer eingestellt“, erklärt Köpke.

Darüber hinaus stimmen mehr als 80 Prozent der Krefelder Bürger der These zu, dass die Industrie einen Wirtschaftsstandort besser durch weltweite Krisen führt. „Wie wichtig eine funktionierende Industrie ist, zeig-te die Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009. Während die deutsche Wirtschaft das Tief gut verkraftete und sogar gestärkt daraus hervorging, haben Länder mit hohem Dienstleistungsanteil größere Probleme gehabt, das Vorkrisenniveau wieder zu erreichen“, erläutert Moritz. Dazu passt: Auch die These, dass Industrieunternehmen mit ihren Aufträgen einen wichtigen Beitrag zum Wachstum der Dienstleistungsbranche beisteuern, wird von der Mehrheit der Krefelder Bevölkerung (76 Prozent) unterstützt.

Allerdings sind die Kenntnisse der Bürger über die Krefelder Industrie recht oberflächlich. Zwar kennen die Befragten wichtige, beschäftigungsstarke Unternehmen. Jüngere Entwicklungen in diesen Betrieben –
Aufspaltungen, Übernahmen oder Namensänderungen – sind aber weni-ger bekannt. Die Nennung von Krefelder Industrieprodukten war für die Befragten noch schwieriger als die Nennung von Krefelder Firmen. Wäh-rend knapp 77 Prozent der befragten Krefelder Bürger ein oder mehrere Unternehmen nennen konnten, konnten nur etwa zwei Drittel (66,3 Pro-zent) Produkte Krefelder Unternehmen nennen.

Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskam-mer (IHK) Mittlerer Niederrhein, die die Geschäfte der Initiative führt, be-wertet die Ergebnisse dennoch insgesamt positiv: „Wenn die Industrie am Standort eine hohe Akzeptanz bei den Bürgern hat, führt dies zu einer grö-ßeren Planungssicherheit – und das ist eine wichtige Voraussetzung für Investitionen.“  Dennoch zeigten die Ergebnisse auch, dass man immer wieder neu über Industrie aufklären müsse. „Deswegen unterstützen wir als IHK auch gerne die Initiative Zukunft durch Industrie“, betont Stein-metz.

Das Fazit der beiden ZdI-Sprecher fällt ähnlich aus: „Die Analyse zeigt den Erfolg unserer Arbeit und bietet darüber hinaus für die weiteren Aktivitäten unserer Industrieinitiative wichtige Anhaltspunkte“, erklärt Moritz, und Köpke ergänzt: „Wir müssen insbesondere mit jungen Menschen ins Ge-spräch kommen.“

Die Studie steht im Internet als Download-Datei zur Verfügung:
http://www.industrie-krefeld.de/industrie/presse/industrieakzeptanz

Quelle: IHK Mittlerer Niederrhein

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